TACHELES

Junge jüdische Stimmen

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – ein Grund zu feiern und zu reflektieren. Wie ist die Perspektive von jungen Menschen in Deutschland, die sich als jüdisch identifizieren, sei es religiös oder herkunftsbedingt? Wie geht es den Kindern der Diaspora, was bewegt sie, wie gehen sie mit antisemitischen Klischees im Alltag, mit Bedrohungen und Anfeindungen um? Die Poetry Slam-Reihe TACHELES gibt jungen jüdischen Poetinnen und Poeten eine Bühne für ihre Texte.

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POETRY SLAM SHOWS

So., 14.11.21, 19:00 Uhr, Heilbronn, Maschinenfabrik
Mo., 15.11.21, 20:00 Uhr, Heidelberg, Karlstorbahnhof
Di., 16.11.21, 20:00 Uhr, Mannheim, Alte Feuerwache 

Poet*innen: Hanna Veiler, Benjamin Poliak, Henrik Szanto und Leah Leaf.
Musikalische Begleitung: Sasha Lurje & Sanne Möricke – Zeitgenössische Jiddische Lieder
Moderation: Philipp Herold (Heilbronn & Heidelberg) / Frederek Musall (Mannheim)

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WORKSHOPS

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe stehen die Künstler*innen am Tag nach den Abendveranstaltungen zwischen 9 und 15 Uhr für Workshops und Gesprächsrunden für Schulklassen (ab Stufe 8) zur Verfügung. Interessierte können zwischen zwei Modulen wählen (s. unten). Die Workshops sind dank der Förderung durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg kostenfrei.
Interessierte wenden sich bitte an: tacheles@wordup-hd.de oder 06221-3282040

Der Besuch der Abendveranstaltung ist optional, bietet sich als Auftakt für die Workshops und Gesprächsrunden aber an.

Termine:
Mo., 15.11.21, 9 – 15 Uhr, Heilbronn & Umgebung
Di., 16.11.21, 9 – 15 Uhr, Heidelberg & Umgebung
Mi., 17.11.21, 9 – 15 Uhr, Mannheim & Umgebung

(Falls Interesse besteht, die Termine aber nicht passen, melden Sie sich bitte trotzdem bei uns!)

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WORKSHOP 1 | „Alles koscher oder was?“

Interaktive Vorträge über jüdisches Leben und Antisemitismus heute mit der „Zweitzeugin“ und Bildungsreferentin Sarah Borowik-Frank.

Antisemitismus, Relativierung des Holocaust und Demokratieablehnung nehmen zu. Um hier entgegen zu wirken, ist es wichtig, aufzuklären und Wissen zu vermitteln. Wie aber das Wissen kognitiv und emotional verankern? Es gibt immer weniger Zeitzeug:innen des Holocaust, die darüber erzählen können.

Das Vortragsformat „Zweitzeuginnengespräch“ schlägt den Bogen zwischen Enkelin und Oma.Die Schüler*innen erleben auf der Leinwand das letzte Interview von Dr. Lia Frank ( ZDF „Zeugen des Jahrhunderts“, 1993)

Dabei tauchen sie mit der „Zweitzeugin“ Sarah in einen Dialog mit ihrer Oma ein. Sarah erzählt ihrer Oma auf der Leinwand, wie die Lage in Deutschland 25 Jahre später ist.

Für das anschließende Gespräch kann zwischen verschiedenen Schwerpunkten gewählt werden, z.B. Jüdisches Leben, Die Shoah, Lyrik und Shoah / Lyrik von Dr. Lia Frank, Antisemitismus in Deutschland und weltweit, Vorkriegszeit und Aufstieg des Nationalsozialismus

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WORKSHOP 2 | Poetry Slam

Rap, Gedichte, Songtexte oder Kurzgeschichten – Kreatives Schreiben kann man lernen! Poetry Slam-Autor*innen zeigen in diesem Workshop, wie aus losen Ideen und Gedanken, überzeugende Texte entstehen.

Der Workshop soll die jungen Teilnehmer*innen ermuntern, sich aktiv mit ihrer Lebenswelt auseinander zu setzen und ihre Meinungen, Ängste, Sorgen und Leidenschaften selbstbewusst zum Ausdruck zu bringen.

Durch die Auseinandersetzung mit Texten, wird die Begeisterung für Sprache geweckt und gefördert. Junge Menschen kommen teilweise erstmalig mit Prosa oder Poesie in Berührung, die in ihrer Sprache geschrieben wurde und mit der sie sich identifizieren können. Literatur wird so für sie greifbar und lebendig. Beim Poetry Slam geht es um gesprochene Sprache. Rechtschreibung, fehlerlose Grammatik und ein leserliches Schriftbild spielen hier zunächst keine Rolle. So wird dieses Genre für junge Menschen, egal mit welcher Bildungsgeschichte, interessant.
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TACHELES wird ermöglicht durch die Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

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